Prämenstruelles Syndrom (PMS): Alles Wichtige zu Beschwerden, Verlauf und Therapie

Du hast kurz vor Eintreten Deiner Periode regelmäßig starke Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen oder Brustspannen? Vielleicht liegt es am prämenstruellen Syndrom (PMS). Davon sind ungefähr drei Viertel aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen, 20 bis 30 % leiden sogar unter sehr starken Symptomen.

In diesem Beitrag erklären wir die Ursachen, Symptome, Diagnosemethoden, den Verlauf und die Therapiemöglichkeiten beim PMS. Erfahre, ob Du vom PMS betroffen sein könntest und welche Möglichkeiten es zur Linderung Deiner Beschwerden gibt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • PMS kann bei Frauen in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Es umfasst bis zu 150 mögliche Symptome.
  • 20 bis 30 % der Frauen sind durch PMS in ihrem Alltag psychisch und / oder physisch stark eingeschränkt
  • Zur Therapie können Medikamente und hormonelle Verhütungsmittel zum Einsatz kommen.

Was ist das prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Der Begriff prämenstruelles Syndrom (PMS) fasst mehrere physische und psychische Beschwerden zusammen, die bei Frauen in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Die Beschwerden enden in der Regel mit dem Einsetzen der Menstruation oder ein bis 3 Tage später und kommen ausschließlich bei Frauen im gebärfähigen Alter vor.

Drei Viertel aller Menstruierenden machen Erfahrungen mit PMS-Symptome, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und Stimmungsschwankungen. Doch bei 20 bis 30 % der Frauen sind die Symptome sehr stark ausgeprägt und treten in jedem Zyklus auf, sodass es zu erheblichen Einschränkungen im Alltag kommt.

Falls im Zusammenhang mit PMS Symptome auftreten, die überwiegend psychischer Natur sind, spricht man nicht mehr vom PMS, sondern von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS). Von PDMS sind zwischen 2 und 8 % aller Frauen betroffen. Die Zahlen schwanken, da die Störung noch recht unbekannt ist.

Obwohl die Ursachen für PMS und PDMS noch nicht eindeutig geklärt sind, ist eine Abhängigkeit der Erkrankungen vom Zyklus nicht von der Hand zu weisen. Angesichts der Tatsache, dass bei Frauen während der Schwangerschaft, nach den Wechseljahren und vor dem Beginn der Pubertät keine PMS-Symptome auftreten, wird von Wissenschaftlern vermutet, dass ein Ungleichgewicht der Hormone während der zweiten Zyklushälfte für die Symptome von PMS ursächlich ist. Weitere Faktoren wie die genetische Veranlagung, Stress, Nikotin- und Alkoholkonsum nehmen ebenfalls Einfluss auf die PMS-Beschwerden.

PMS: Ursachen nicht vollends geklärt

Es besteht noch nicht ausreichend Klarheit über die Ursachen für PMS, aber es gibt mehrere plausible Vermutungen. So lässt die Zyklusabhängigkeit der PMS-Beschwerden darauf schließen, dass der Körper empfindlich auf die veränderten Konzentrationen der weiblichen Hormone Progesteron und Östrogen reagiert.

Otti-Rosebrock, Stute und von Wolff (2015) führen dabei die genetische Veranlagung ins Spiel: Eine Ursache für PMS sei in der genetisch bedingten Empfindlichkeit auf die zyklusbedingten Schwankungen der Sexualhormone zurückzuführen. Zudem sei laut den Autoren die fehlende Balance verschiedener Neurotransmittersysteme eine weitere mögliche Ursache für die PMS-Beschwerden.

Ein erhöhter Prolaktin-Wert kann PMS ebenfalls beeinflussen. Prolaktin ist ein Hormon, das in der Hirnanhangsdrüse gebildet wird und entscheidend zur Bildung der Muttermilch beiträgt. Sollte der Prolaktin-Wert außerhalb der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht sein, kann es die Ausschüttung des in der zweiten Zyklushälfte wichtigen Hormons Progesteron mindern und dadurch den Zyklus hemmen. Dies könnte zu einem hormonellen Ungleichgewicht in der zweiten Zyklushälfte und damit zu PMS führen.

PMS-Symptome: Die häufigsten Beschwerden

PMS kann mit vielen Symptomen einhergehen. Welche Beschwerden das sind und wie stark diese ausgeprägt sind, kann von Frau zu Frau und von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich sein. Für einen allgemeinen Überblick ist es sinnvoll, die Symptome in drei Kategorien einzuteilen:

Körperliche SymptomeKopfschmerzen, Unterleibsschmerzen, Muskel und Gelenkschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Durchfall, Blähungen, Blähbauch, Wassereinlagerungen
Psychische SymptomeStimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstzustände, Depressive Verstimmungen
VerhaltensänderungenKontrollverlust und Wutausbrüche, Heißhungerattacken, Konzentrationsstörungen, Verlust von Interessen

Dies sind lediglich einige Beispiele für Symptome. Zu bedenken ist bei alledem, dass sich einzelne Symptome gegenseitig verstärken können. Falls Du zum Beispiel aufgrund von PMS unter Stimmungsschwankungen leidest, führen diese unter Umständen zu Verhaltensänderungen.

Dominieren die psychischen Symptome, dann spricht man von der bereits erwähnten prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS). Alarmierend ist, dass bei Vorliegen einer PMDS die Wahrscheinlichkeit gleichzeitiger psychiatrischer Erkrankungen steigen kann.

ist das Erfragen von medizinisch relevanten Informationen durch ärztliches Fachpersonal. Dein Arzt oder Deine Ärztin führt ein Gespräch mit Dir und händigt Dir einen Fragebogen aus. Du beantwortest die Fragen, auf Basis der Antworten wird eine Diagnose erstellt. In der Regel bittet Dich Dein Arzt oder Deine Ärztin, Deine Beschwerden über mindestens zwei Zyklen zu dokumentieren, um das prämenstruelle Syndrom möglichst sicher diagnostizieren oder ausschließen zu können. Falls Deine Mutter und andere Personen in Deiner Familie unter PMS gelitten haben bzw. leiden, ist es wahrscheinlich, dass Dein Arzt oder Deine Ärztin die Familienanamnese ergänzend verwendet, um Deine Diagnose zu stützen.

Die Tatsache, dass das PMS überwiegend anhand der persönlichen Anamnese diagnostiziert wird, hat dazu geführt, dass mehrere Websites einen PMS-Test anbieten. Bitte beachte: Diese Selbsttests haben keine medizinische Zuverlässigkeit. Suche bei Beschwerden immer einen Arzt / eine Ärztin auf und lass Dich zu den potenziellen Behandlungsmöglichkeiten beraten.

Diagnose von PMS beruht hauptsächlich auf einer Anamnese

Die Diagnose von PMS ist schwierig, denn nicht bei jeder Frau treten die Beschwerden in jedem Zyklus auf. Außerdem ist es möglich, dass einige Symptome nicht auf PMS zurückzuführen sind, sondern andere Ursachen haben, wie zum Beispiel eine stressige Phase im Leben. Einige Frauen bringen die Beschwerden schon von sich aus nicht mit PMS in Verbindung oder stufen ihr Leiden in Anbetracht der hormonellen Schwankungen als „normal“ ein. So kommt es, dass PMS oftmals unerkannt bleibt.

Aufgrund fehlender ärztlich überprüfbarer oder medizinisch messbarer Symptome basiert die Diagnose des PMS hauptsächlich auf einer Anamnese. Eine Anamnese ist das Erfragen von medizinisch relevanten Informationen durch ärztliches Fachpersonal. Dein Arzt oder Deine Ärztin führt ein Gespräch mit Dir und händigt Dir einen Fragebogen aus. Du beantwortest die Fragen, auf Basis der Antworten wird eine Diagnose erstellt. In der Regel bittet Dich Dein Arzt oder Deine Ärztin, Deine Beschwerden über mindestens zwei Zyklen zu dokumentieren, um das prämenstruelle Syndrom möglichst sicher diagnostizieren oder ausschließen zu können. Falls Deine Mutter und andere Personen in Deiner Familie unter PMS gelitten haben bzw. leiden, ist es wahrscheinlich, dass Dein Arzt oder Deine Ärztin die Familienanamnese ergänzend verwendet, um Deine Diagnose zu stützen.

Die Tatsache, dass das PMS überwiegend anhand der persönlichen Anamnese diagnostiziert wird, hat dazu geführt, dass mehrere Websites einen PMS-Test anbieten. Bitte beachte: Diese Selbsttests haben keine medizinische Zuverlässigkeit. Suche bei Beschwerden immer einen Arzt / eine Ärztin auf und lass Dich zu den potenziellen Behandlungsmöglichkeiten beraten.

Behandlung / Therapie: Was hilft bei PMS?

Es gibt eine Vielzahl an natürlichen Methoden, mit denen Du Deine PMS-Beschwerden lindern kannst. Stress zu reduzieren und sportliche Aktivität sind Beispiele für natürliche Ansätze zur Therapie von PMS. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit reichlich Vollkornprodukten und Gemüse kann ebenfalls dazu beitragen, PMS-Beschwerden zu mildern.

Vermeide Stress, Schlaf- und Bewegungsmangel, Nikotin- und Alkoholkonsum. Das kann PMS grundsätzlich verschlimmern.

Auch pflanzliche Präparate wie Mönchspfeffer (bei Schmerzen und Spannungen in den Brüsten) oder Johanniskraut (bei depressiver Verstimmung) können dabei helfen, PMS-Beschwerden zu lindern. Aber Achtung: Mönchspfeffer kann die Wirkung anderer Medikamente abschwächen, z. B. Arzneimittel für Parkinson oder Schizophrenie.

In schweren Fällen können auch Medikamente zum Einsatz kommen, wie Schmerzmittel, Hormonpräparate oder stimmungsaufhellende Arzneimittel (Antidepressiva). Bitte wende Dich an Deine Frauenärztin / Deinen Frauenarzt, um die für Dich geeignete Therapie zu finden.

Zusammenfassung

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Häufige Fragen

PMS oder schwanger?

Wie gehe ich mit PMS um?

Was tun gegen PMS-Depressionen?

Was tun gegen PMS-Aggressionen?

Was essen bei PMS?

Wie fühlen sich PMS-Unterleibsschmerzen an?

Wo schmerzt es bei PMS?

Quellenangaben

Links