Verhütung

Ab wann wirkt die Pille

Die Pille schützt zuverlässig ab dem ersten Einnahmetag, sofern Du sie am ersten Tag Deiner Periode einnimmst. Auch danach ist eine regelmäßige Einnahme, möglichst zum gleichen Tageszeitpunkt, unerlässlich. Der Menstruationszyklus gibt den Ausschlag dafür, ob es zu einer Schwangerschaft kommt oder nicht. Dein Körper beginnt, sich ab dem ersten Zyklustag hormonell auf eine Befruchtung einzustellen. Eine Pilleneinnahme vor diesem Prozessbeginn ist deshalb unerlässlich, um nicht schwanger zu werden.

Wie wirkt die Pille?

Um zu verstehen, ab wann die Pille wirken kann, ist es wichtig zu begreifen, wie die Pille funktioniert:

Wann wirkt die Pille nicht

Du kannst die Pilleneinnahme auch zwischen dem zweiten und fünften Zyklustag der Menstruationsblutung beginnen. Dann ist ein sicherer Empfängnisschutz innerhalb des jeweiligen Zyklus allerdings nicht mehr gewährleistet. Dieser gibt den Startschuss für die Eireifung und den Eisprung. Die enthaltenen Hormone in der Minipille, Mikropille und Kombinationspille verhindern diesen Prozess. Bei einer verspäteten Einnahme könnte der Eireifungsprozess bereits im Gange sein. Ein sicherer Schutz ist erst im darauffolgenden Menstruationszyklus gegeben. Je nach Präparat gibt es ein Toleranzfenster von drei bis zwölf Stunden. Eine genaue Angabe findest Du im Beipackzettel Deiner Pille. Bis dahin solltest Du Dich mit einer weiteren hormonfreien Verhütungsmethode schützen, beispielsweise mit einem Kondom. Ein weiterer Schutz ist außerdem nötig in den folgenden Fällen: 

  • Ein- oder mehrmaliges Einnahme-Versäumnis
  • Toleranzfenster wird nicht eingehalten
  • Pille wird mit anderen Medikamenten eingenommen (z. B. Antibiotika oder Antidepressiva)
  • Durchfall und Erbrechen

In diesen Fällen kann es sein, dass die Pille kaum noch oder gar nicht mehr wirkt. Die Pille weiter regelmäßig zu nehmen ist wichtig, damit Dein Menstruationszyklus nicht durcheinandergebracht wird. Sprich am besten mit Deiner Gynäkologin darüber, welche Medikamente Du aktuell einnimmst.

Pille pausieren oder zur Pille wechseln

Du möchtest mit einem neuen Pillenpräparat starten? Beginne mit der ersten Tablette nach der Pillenpause. So stellst Du weiterhin einen hohen Verhütungsschutz sicher. Es gibt Unterschiede zwischen Mini- und Kombinationspille. Nimmst Du Deine Pille durchgehend ein, beginnst Du nach der letzten Tablette Deines Blisters am Folgetag einfach mit dem neuen Pillenpräparat. Mache Dir keine Sorgen darüber, dass Du während der pillenfreien Tage schwanger werden könntest. In diesen sechs oder sieben Tagen bist Du bei allen Pillen mit Gestagen und Östrogen trotzdem geschützt. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst Du die nächsten sieben Tage trotzdem zusätzlich mit einem Kondom verhüten.

Wechsel von einem anderen Verhütungsmittel

Du wechselst von anderen Verhütungsmethoden wie Kondom, Spirale oder Diaphragma auf die Pille? Kontaktiere vor dem Wechsel Deine Frauenärztin. Sie kann Risikofaktoren ausschließen und Dich zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufklären.

Wann Pille wechseln

Viele Präparate haben neben negativen auch positive Nebenwirkungen, wie z. B. ein regelmäßiger Menstruationszyklus, weniger Regelbeschwerden und ein besseres Hautbild. Und manchmal braucht es Zeit, bis sich die Symptome einpendeln. Warte ein wenig, bevor Du erneut wechselst: zu häufiges und schnelles Wechseln der Präparate können Deinen Zyklus irritieren. Wenn sich die Symptome allerdings nicht bessern, sprich mit Deiner Frauenärztin. Ein Pillenwechsel kommt infrage, wenn folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Migräneattacken und Kopfschmerzen
  • Dauerhafte Blutung oder regelmäßige Zwischenblutungen
  • Wassereinlagerungen 
  • (Risiko für) eine Thrombose
  • Enorme Verschlechterung des Hautbilds
  • Starke Gewichtszunahme 
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen

Frauen mit starken Regelschmerzen und Blutungen nehmen meist ein Kombinationspräparat. Dann ist ein Wechsel zur Minipille anzuraten. Meistens schwächen die Monatsblutungen dann ab. Risikofaktoren wie Adipositas, Migräne, Rauchen oder Bluthochdruck sind ebenfalls ein Grund für einen Pillenwechsel. Das Thromboserisiko bei Minipillen ist weitaus geringer als bei Kombinationspillen. Wurde die Pille eingenommen, um einen positiven Nebeneffekt wie reinere Haut und gesünderes Haar zu erlangen, ist ein Präparatewechsel auf das Kombinationsprodukt sinnvoll.

Wann ist die Anwendung nicht geeignet

Es gibt medizinische Gründe, die Pille nicht zu nehmen (auch Kontraindikationen genannt). Einen Überblick findest Du in der folgenden Tabelle: Absolute Kontraindikation heißt: liegt eines oder liegen mehrere Krankheitsbilder bei Dir vor, solltest Du die Pille auf keinen Fall nehmen. Bestehen relative Kontraindikation, musst Du in jedem Fall mit Deiner Frauenärztin sprechen, bevor Du mit der Pille startest.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis die Pille anfängt zu wirken?

Die Pille wirkt sofort nach der ersten Einnahme, sofern Du sie am ersten Zyklustag Deiner Monatsblutung einnimmst.

Ist man mit der Pille immer geschützt?

Damit die Pille schützt, ist eine regelmäßige Einnahme unerlässlich. Vergisst Du die Pille oder hast mit Durchfall oder Erbrechen zu kämpfen, ist kein ausreichender Schutz mehr gegeben.

Wann wirkt die Pille, wenn man sie nicht am ersten Tag der Periode nimmt?

Nimmst Du die Pille nicht am ersten Tag Deiner Periode, solltest Du vorsichtshalber für sieben Tage zusätzlich verhüten (z. B. mit Kondom), damit der Empfängnisschutz gewährleistet ist.

Welche Verhütungsmittel kann man ohne Rezept kaufen?

Rezeptfrei kannst Du nur hormonfreie Verhütungsmittel kaufen, z. B. Kondome, Femidome oder ein Diaphragma.

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